Erdgas-Wissen von A bis Z – Lexikon F

Fachbetrieb

Ein Fachbetrieb für Flüssiggas ist ein Unternehmen, das Flüssiggasanlagen nach TRF 96 errichten darf. Das sind hauptsächlich: Fachbetriebe, die für den Heizungs- und Lüftungsbau (Installation und Heizungsbau)zugelassen und dafür in die Handwerksrolle eingetragen sind. Fachbetriebe, die für Gas- und Wasserinstallation (Installation und Heizungsbau)zugelassen und dafür in die Handwerksrolle eingetragen sind.


Fernheizwerk

Ein Fernheizwerk ist eine Heizkesselanlage, die Gebäudegruppen oder ganze Stadtteile mit Wärme (Fernwärme) versorgt. Hierbei wird Heißwasser oder Dampf als Wärme für die Raumheizung sowie für die Brauchwasserbereitung durch Kanäle oder Rohrleitungen weitergeführt.


Feuerraumbelastung

Die Feuerraumbelastung kennzeichnet die Wärmemenge, die in einem Feuerraum in einer bestimmten Zeitspanne erzeugt wird.


Flammen-Überwachungs-Einrichtung

Die Flammenüberwachungseinrichtung ist eine Sicherheitseinrichtung eines Gasgerätes. Dadurch wird erreicht, dass kein Gas zum Brenner strömt, wenn die Flamme noch nicht oder nicht mehr brennt.


Flüssiggasanlage

Eine Flüssiggasanlage besteht aus der Versorgungsanlage und der Verbrauchsanlage.


Förderprogramme

Häufig unterstützen Bund, Länder und auch Stadtwerke mit speziellen Förderprogrammen das Bemühen, Energie einzusparen und die Umwelt zu entlasten. Dabei wird insbesondere die Umstellung auf Erdgasheizung sowie die Anschaffung erdgasbetriebener Fahrzeuge gefördert.


Führungsraum

In diesem Raum der Wohnung ist der Temperaturfühler installiert, der den Betrieb der Heizungsanlage entsprechend steuert. Dieser Raum wird auch Referenzraum genannt.

Ferngasunternehmen

Ein Ferngasunternehmen versorgt Regional- und Kommunalversorger sowie Großkunden (Endverbraucher) über große Entfernungen mit Erdgas. Die Übergabe des Gases erfolgt in Erdgasübergabestationen und Regelanlagen. Ferngasunternehmen können auch als Transportgesellschaften bezeichnet werden und schaffen die Verbindung von der Erdgasgewinnung zum Gasversorgungsunternehemen vor Ort.



Feuerungsverordnung

Länderspezifisches Baugesetz , das Bestimmungen und Vorschriften über die Errichtung und den Betrieb von Feuerungs- und Brennstoffversorgungsanlagen enthält.


Flammenwächter

In Gasgeräten werden Flammenwächter eingesetzt, um das Vorhandensein einer Brennflamme zu überprüfen. Bei Nichtvorhandensein einer Flamme wird als Reaktion die Gaszufuhr getrennt und unkontrollierter Gasaustritt verhindert.


Flüssiggase

Im weitesten Sinne alle Gase, deren kritische Temperatur über der Normaltemperatur liegt, so dass sie bei Umgebungstemperatur unter Druck verflüssigt werden können. Sie lassen sich in Druckbehältern als Flüssigkeiten lagern und transportieren. Flüssiggase kommen vorwiegend als Propan oder Butan oder gemischt verflüssigt in den Handel. Die Qualität ist in den Vorschriften DIN 51622 und DVGW-G-260 festgelegt.


Formstücke

Formstücke sind Bauelemente einer Rohrleitungsanlage zur Abzweigung oder Richtungsänderung; z.B. Winkel, Bögen, T-Stücke.


Fußbodenheizung

System zur Beheizung einer Wohnung/eines Hauses, bei dem unter dem Estrich des Fußbodens Heizflächen installiert sind. Diese großflächige, raumsparende Verteilung der Heizflächen sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im Raum.

Fernheizung

Die Fernheizung ist eine Wärmeversorgungsanlage, bei der mehrerer Gebäude oder Stadtteile durch den Transport von Wärme aus einem Fernheizwerk versorgt werden.


Feuerfest

Die Kennzeichnung feuerfest gilt für alle Materialien, die unempfindlich gegen Feuer und Hitzeeinwirkung sind (Stein, Mineralfasern).


Feuerungs-technischer Wirkungsgrad

Der Feuerungstechnische Wirkungsgrad erfasst bei Gasgeräten die Abgasverluste; ist also das Verhältnis aus (zugeführter Energie-Abgasenergie)/zugeführter Energie.


Fließdruck

Fließdruck ist der statische Druck des strömenden Gases.


Flüssiggasgewinnung

Flüssiggas fällt weltweit in großen Mengen als Begleitgas bei der Förderung von Erdöl und Erdgas an. Flüssiggas ist ebenfalls ein Produkt der Erdöl- und Kohleveredelung.


Fossile Energieträger

Zu den fossilen Energieträgern zählen Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle; sie entstanden vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen sowie unter dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten. Grenzen für die Nutzung fossiler Energieträger ergeben sich – je nach Technologieeinsatz und Entwicklung des technischen Fortschritts – aus den unterschiedlichen Ressourcenverfügbarkeiten sowie aus deren Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Bei der Verbrennung bzw. Umwandlung der fossilen Brennstoffe wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das wesentlich zur Klimabelastung beiträgt.