Sportliche Bilanz: Der SC Niedergirmes setzt auf volle Power

Solar auf dem Dach und Brennwert im Keller – Doppelte Effizienz dank der Heizungssanierung im Rahmen der „Raustauschwochen“

Auf dem Sportgelände des SC Niedergirmes wird oft trainiert. Von Bambini-Gruppe bis A-Jugend, von den jungen Aktiven bis zu den so genannten Alten Herren – alles spielt hier Fußball. Bei so viel Betrieb wird viel Warmwasser zum Duschen benötigt. Das kostet Energie – 40.000 kwh/Jahr verbrauchte die alte gasbetriebene Heizungsanlage. Schon lange war dem Vorstand klar, dass das alte Modell mit seinen zwei Heizanlagen zur Wärmeerzeugung und für Warmwasser zu viel Energie verbraucht. Eine wirtschaftliche Betriebsweise war mit dieser Anlage nicht möglich.

Der SC Niedergirmes setzt auf volle Power mit Erdgas und Solar

Fliegender Wechsel beim SC Niedergirmes

Der erste Vorsitzende des Vereins, Heinz-Wolf Dreuth, beschloss daher im Rahmen der Heizungsmodernisierungsaktion "Raustauschwochen" die alte Heizung gegen ein effizienteres und umweltschonenderes Modell auszutauschen. "An warmen Tagen scheint die Sonne direkt auf unser Vereinsdach, da haben wir schon lange gedacht, dass man die Wärme doch einfach für warmes Wasser nutzen sollte", erzählt Heinz-Wolf-Dreuth. Nach eingehender Beratung durch einen Energieberater der enwag fiel die Entscheidung auf einen neuen erdgasbetriebenen Brennwertkessel in Kombination mit einer Solarthermieanlage. Dadurch lassen sich bis zu 40 Prozent Energie einsparen und die Nebenkosten sinken beachtlich. Zudem gab es im Rahmen der "Raustauschwochen" eine Hersteller-, Liefer- und Umstellprämie für den effizienten Wechsel. "Als wir im Vorstand die Berechnung der enwag inklusive aller Prämien vor Augen hatten, war die Entscheidung schnell gefallen. Denn das amortisiert sich in wenigen Jahren", freut sich der Vereinsvorsitzende.

 

Im März 2017 war es soweit, die Brennwertheizung mit Solarthermieanlage wurde im Vereinsheim des SC Niedergirmes installiert. Die Kollektoren sind weithin sichtbar auf dem nach Süden ausgerichteten Dach montiert. Sie sorgen für warmes Wasser unter der Dusche. Die Installation übernahm die Firma Reh in Wetzlar. Innerhalb einer Woche erfolgte der zügige Umbau inklusive eines hydraulischen Abgleiches, der die Gesamtwärmeverteilung auf die Heizung optimiert. Seitdem erfüllt das neue Vaillant-Gerät zuverlässig seinen Dienst, der Verein spart kräftig bei den Energiekosten und die Umwelt freut sich über niedrigere Emissionswerte. "Das Geld, das wir einsparen, können wir nun in andere Dinge für den Verein investieren. Das freut uns sehr", so Heinz-Wolf-Dreuth.