ERDGAS und Solarenergie: Gut kombiniert

Das Eigenheim der Bethges in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) geht stramm auf die 90 zu. Höchste Zeit also für eine energetische Sanierung. Aber wo anfangen? Die Bethges wollten nicht am falschen Ende sparen: „Wenn schon Modernisierung, dann richtig“. Zur Dämmung sollte deshalb auch der Heizungstausch kommen. „Nach 20 Jahren war es Zeit für etwas Neues“, erklärt Sabine Bethge. Und das, obwohl der alte Öl-Niedertemperaturheizkessel noch funktionstüchtig war. Ausschlaggebend für ihre Entscheidung sollten drei Gründe sein: Kosten sparen, den Wohnkomfort steigern und die Umwelt schonen.

Heizung modernisieren mit ERDGAS und Solar

Effizientes Duo für Heizen und Warmwasser

Die entscheidenden Hinweise lieferte ein Berater der örtlichen Stadtwerke. Er prüfte die verschiedenen Möglichkeiten und empfahl schließlich eine Kombination von effizienter Erdgas-Brennwertheizung und integriertem Solar-Warmwasserspeicher. Dank der Süd-West-Ausrichtung war ihr Dach für das Aufstellen von Sonnenkollektoren der optimale Standort. Der Vorteil dieser Technologie: Scheint die Sonne, wird das Wasser über die Kollektoren auf dem Dach erwärmt. Ohne Sonne erhitzt die Erdgas-Heizanlage im Keller das Wasser.
 
Die Bethges beauftragten ein Heizungs- und Sanitärunternehmen aus dem Nachbarort mit dem Austausch des alten Heizkessels. Das verlief schnell und unkompliziert. Ihre Erdgas-Brennwertheizung zählt nun zu den sparsamsten und kostengünstigsten Heizsystemen am Markt. Das Paar rechnet durch die umfassende Anlagenmodernisierung mit fast 40 Prozent weniger Heizkosten. Ein positiver Nebeneffekt: Mehr Platz im Keller. Denn die beiden großen Öltanks nahmen 20 Jahre lang einen Großteil des Raumes ein – die kompakte Erdgas-Anlage dagegen deutlich weniger.

40 Prozent weniger Heizkosten mit ERDGAS und Solar

Rundum gut versorgt

 
Unkompliziert verlief auch die Montage der Kollektoren. Trotz Bedenken stören die beiden Sonnenkollektoren auf dem Dach der Bethges kaum. Im Gegenteil: Detlef Bethge ist stolz, dass sein umweltfreundliches Engagement auch nach außen sichtbar wird. Bis zu 60 Prozent der Energie für die Warmwasserbereitung stellt nun die Solaranlage zur Verfügung.

Kosten sparen und den Wohnkomfort steigern – diese beiden Wünsche haben sich die Bethges durch ihre Entscheidung bereits erfüllt. Der Einsatz von Sonnenkollektoren macht die Bethges nun aber auch zu aktiven Umweltschützern. Ihre neue Heizanlage verbraucht insgesamt 37 Prozent weniger Energie als vorher und reduziert den CO2-Austoß im Vergleich zum alten Ölkessel um rund 52 Prozent. Bei der Finanzierung halfen übrigens staatliche Fördermittel.



Checkliste ERDGAS + Solar

Wer die Heizung modernisieren und Solarwärme nutzen möchte, muss bei der Planung einige Dinge beachten. Nutzen Sie unsere Checkliste.