Modernisieren mit Erdgas + Solar

Sieben Tipps, die Sie bei Ihrer Modernisierung beachten sollten

Vorab: Auch die beste Übersicht kann keinen Fachhandwerker ersetzen. Doch unsere Checkliste versetzt Sie als Modernisierer in die Lage, einzuschätzen, ob die Kombination von Erdgas und Solar für das geplante Sanierungsprojekt geeignet ist.

1. Dach bestmöglich ausrichten


Optimal ist eine Südausrichtung des Daches. Die Dachschräge sollte davon maximal um zehn Grad abweichen und die Neigung zwischen 40 bis 45 Grad liegen. Eine Verschattung ist nicht sinnvoll. Auf Flachdächern können die Kollektoren, über Ständer in die richtige Position gebracht werden. Eine statische Überprüfung sollte in jedem Fall stattfinden.   

Viele Möglichkeiten zur Installation von Solarkollektoren

2. Eine Frage der Effizienz


Bei den Kollektoren haben Sie die Wahl zwischen Vakuumröhren- und Flachkollektoren. Letztere sind preiswerter, aber auch weniger effizient als Vakuumröhrenkollektoren.
 

3. Abhängig vom Verbrauch


Die Größe des Trinkwasserspeichers und der Kollektorfläche bestimmt sich nach dem Verbrauch des versorgten Haushalts. Solarthermie kann zur Warmwasserbereitung genutzt werden, aber auch zur zusätzlichen Heizungsunterstützung. In Niedrigenergiehäusern kann die solare Heizungsunterstützung, nach Angaben des Bundesindustrieverbandes Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) inklusive Warmwasserbereitung bis zu 40 Prozent Heizenergie einsparen.
 

4. Kurze Wege


Je kürzer die Verbindung zwischen Kollektor und Warmwasserspeicher ausfällt, desto geringer sind die Energieverluste beim Transport der Solarenergie. Eine ideale Lösung ist zum Beispiel die Installation einer Erdgas-Heizung mit angeschlossenem solaren Trinkwasserspeicher im Dachgeschoss. So sind die Leitungswege kurz und auch die Abgasabführung lässt sich einfach durch das Dach ins Freie legen. Liegen Kollektoren und Speicher räumlich weiter auseinander (Dach – Keller), bietet sich die Mitnutzung bestehender Versorgungsschächte oder eines stillgelegten Kamins als Verbindung an.     
    

5. Die richtige Heizung


Solarwärme deckt bei deutschen Wetterbedingungen etwa 60 Prozent der Wärmebedarfs für die Warmwasserbereitung ab. Zusätzliche Heiztechnik, wie beispielsweise eine sparsame Gas-Heizung ist die perfekte Ergänzung u.a. für eine Altbausanierung.
    

6. Der richtige Energieträger


Während Solarenergie kostengünstig und klimaneutral Wärme erzeugt, ist dies bei zusätzlichen Energieträgern nur bedingt der Fall. Erdgas ist eine gute Wahl: Es überzeugt durch einen niedrigen Preis, hohe Verfügbarkeit und geringen CO2-Ausstoß bei der Verbrennung. Bei der Verwendung von Bio-Erdgas ist sogar eine vollständige Versorgung mit regenerativen Energien möglich.     
    

7. Gut gefördert

 

Die Errichtung oder Erweiterung von Solarkollektoranlagen zur thermischen Nutzung wird durch das BAFA gefördert, wenn diese überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz dienen. Die Förderung für Neubau und Bestandsgebäude beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Kosten. Zur exakten Ermittlung der Kollektorfläche steht Ihnen das Fachhandwerk zur Verfügung.

Solare Trinkwassererwärmung spart Energiekosten

Auch eine Gas-Hybridheizung (Erdgas-Brennwert + Solar) wird mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten vom BAFA gefördert, wenn diese die Nutzung Erneuerbarer Energien über eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik ermöglichen. Wird bei einer Heizungsmodernisierung gleichzeitig eine alte Ölheizung ausgetauscht, erhöht sich der Fördersatz auf 40 Prozent.


Wer zunächst eine Gas-Hybridheizung mit späterer Einbindung der erneuerbaren Wärmeerzeugung plant (Renewable Ready), erhält 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Renewable Ready bedeutet dabei, dass die neue Gas-Brennwertheizung bereits mit Speicher sowie Steuerungs- und Regelungstechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers installiert wird.

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