Moderne Regelungstechnik für mehr Komfort

Neben dem Heizgerät (dem Wärmeerzeuger), den Rohren (den Wärmeverteilern) und den Heizkörpern (den Wärmeüberträgern) gehört auch die Regelungstechnik zur Heizungsanlage. Ohne sie bliebe das Haus selbst mit dem besten Heizsystem kalt. Die Regelungstechnik sorgt dafür, dass sich die Wärme optimal verteilt und steigert so den Wohnkomfort.

Beispiel für eine TELL-Klassifizierung, Quelle: tell-online.eu

Was ist eine Heizungsregelung?

Die Heizungsregelung sorgt dafür, dass die zu beheizenden Räume auf die gewünschte Temperatur gebracht werden und die Temperatur aufrecht erhalten wird. Dabei wird die Temperatur fortlaufend gemessen und gegebenenfalls nachgeregelt. Moderne Heizungsregler sorgen also dafür, dass eine Überversorgung vermieden und Verteilungsverluste minimiert werden. Das sorgt für mehr Energieeffizienz. Natürlich ist es möglich in den Betrieb einzugreifen, z. B. in die Nachtabschaltung oder -absenkung oder den Abwesenheitsbetrieb.

 

Das TELL-Label für Thermostate (Thermostatic Efficiency Label) gibt Aufschluss über die Effizienzklasse (A - F) eines Thermostatventils ähnlich dem EU-Energielabel für Elektronikgeräten.

Nach Energieeinsparverordnung ist eine raum- oder außentemperaturgeführte Heizungsregelung sowie eine Schaltzeituhr in zentralen Heizungsanlagen verpflichtend.

 

Raumtemperaturgeführte Heizungsregelung

Moderne raumtemperaturgeführte Heizungsregler steuern das Heizgerät basierend auf der Temperatur eines Raumes (Führungsraum). Sobald in diesem Raum die gewünschte Solltemperatur erreicht ist, werden das Heizgerät und die an ihm angeschlossenen Heizkörper ausgeschalten. Gerade in ungedämmten Gebäuden oder bei unterschiedlicher Ausrichtung der Räume erfolgt keine bedarfsgerechte Wärmeversorgung.

Außentemperaturgeführte Heizungsregelung

Die außentemperaturgeführten oder auch witterungsgeführten Heizungsregler berechnen mit der aktuell gemessenen Außentemperatur die passende Vorlauftemperatur, die die Temperatur im Heizgerät regelt. In diesem Fall sollten Thermostatventile verwendet werden, die eine konstante Raumtemperatur sicherstellen.


Warum sollte moderne Regelungstechnik eingesetzt werden?



Alte Regelungstechnik sollte optimiert werden, denn sie kann nicht so effizient eingestellt werden wie moderne Heizungsregeler. Veraltetete Thermostatventile lassen sich meist nur ungenau einstellen. Dabei übernehmen Thermostatventile eine wichtige Aufgabe: Sie sorgen dafür, dass die Raumtemperatur konstant auf einen eingestellten Wert gehalten wird. Sie steuern je nach Umgebungsluft, wie viel Wasser durch die Heizkörper fließen. Ein Thermostatventil besteht aus einem Thermostat als Wärmefühler und einem Ventil, welches den Durchlauf der Heizflüssigkeit in die Heizung reguliert. Die Funktionsfähigkeit und der Zustand sollten regelmäßig überprüft werden, da sie im Laufe der Zeit abnutzen können – wodurch die Regelung ungenauer werden kann.

 

Der Austausch gegen elektronische Heizkörperthermostate ist besonders wirkungsvoll: bis zu 10 Prozent Energie können eingespart werden.

Während manuell einstellbare Thermostate per Hand in 5 Stufen eingestellt werden, wobei die erste Stufe für etwa zwölf Grad und jede höhere Stufe für jeweils drei bis vier weitere Grad steht (Zahlenskala ist aber eher eine Orientierungshilfe), sind programmierbare Thermostate komfortabler und können individuell nach Nutzungsverhalten und Tagesablauf eingestellt werden. Statt mit einer Flüssigkeit messen sie mit einem elektronischen Fühler die Temperatur und steuern die Heizkörperventile nicht rein mechanisch, sondern über einen Elektromotor. Inzwischen gibt es sie auch als Funklösung und können auch über Smart Home-Lösungen aus der Ferne per App gesteuert werden. 

 

Gut für die Umwelt und das Portemonnaie

Mit geringen Investitionen von etwa 40 € pro Thermostatventil können bis zu 10 Prozent Energie einspart werden. Die Investitionskosten sind also gering und amortisieren sich bereits nach durchschnittlich zwei Jahren. Durch die Einsparung von Energie wird auch jede Menge CO2 eingespart. In Kombination mit einem hydraulischen Abgleich werden noch bessere Einsparungen erreicht.