Energieberatung: Ich mach‘ das jetzt … richtig!

Eines ist klar: Eine Modernisierung kostet Geld. Aber doch bitte nicht Ihre Nerven! Eine gute und unabhängige Energieberatung kann Sie bei diesem Vorhaben unterstützen. Grundsätzlich sollten Sie sich bereits beim Kauf einer Bestandsimmobilie einen gültigen Energieausweis vorlegen lassen. Und auch wenn man schon im neuen Zuhause wohnt, ein Blick in die Verbrauchsabrechnungen der vergangenen drei Jahre ist sinnvoll. Sollte der Verbrauch 200 kWh/m² (Verbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche) erreichen, muss ein Fachmann zur Prüfung ran.

In der Balance zwischen Aufwand und Nutzen bleiben

Nicht nur Privatpersonen wollen sparen. Auch der Staat will den Gesamtenergieverbrauch senken und bis zum Jahr 2050 im Wesentlichen auf erneuerbare Energien umstellen. 2002 trat deshalb die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft, die mit wenigen Ausnahmen für die meisten Wohngebäude gilt und verschiedene verpflichtende Spar- und Nachrüstungsmaßnahmen vorgibt.
 
Viele Hausbesitzer denken beim Thema Energieeinsparung zuerst an die Dämmung Ihrer Immobilie. Diese ist oftmals mit hohen Kosten verbunden. Dabei fordert die EnEV u. a., dass seit dem 1. Januar 2015 Heizkessel nicht älter als 30 Jahre sein dürfen und Leitungen gedämmt werden müssen. Beides Maßnahmen, die mit weniger Aufwand und enormer Effizienzsteigerung verbunden sind.

Heizung – Umsteigen lohnt sich

Welcher Schritt für Ihre Immobilie der erste und wichtigste ist – und welche Schritte folgen müssen – das lässt sich nicht pauschal sagen. Was kaputt ist, muss zuerst ersetzt oder saniert werden. Das versteht sich von selbst. Was aber, wenn alles noch nutzbar ist? Dann sollte die Entscheidung nach dem besten Verhältnis zwischen Investition und Einsparung fallen. Und oft ist dies die Heizung. Weshalb, wird anhand einiger Zahlen deutlich: Etwa 12 Millionen Wohngebäude in Deutschland sind energetisch sanierungsbedürftig – das sind zwei Drittel aller Wohngebäude in Deutschland. Nur ein Prozent der Wohngebäude werden jährlich saniert. Hier steckt ein gewaltiges Einsparpotenzial, denn über ein Drittel der CO2-Emissionen und 40 Prozent des Endenergieverbrauchs entfallen auf den Gebäudesektor.
 
Was viele nicht wissen: Kaum eine Sanierungsmaßnahme rechnet sich so schnell wie der Umstieg von einem alten Öl-Kessel auf moderne Erdgas-Brennwerttechnik. Bereits nach knapp acht Jahren haben Sie die Investitionskosten durch Ihre Energieeinsparungen in der Regel wieder „drin“. Anschließend profitieren Sie einfach von den geringen Verbrauchswerten. Auch Strom erzeugende Erdgas-Heizungen und Erdgas-Wärmepumpen steigern an der richtigen Stelle die Effizienz und sind viel schneller refinanziert, als eine Volldämmung Ihres Hauses. Was genau zu Ihnen und Ihrer Immobilie passt, sollte deshalb Thema in jeder guten Energiesparberatung sein.

Eine neue Heizung macht sich schnell bezahlt

Der Umstieg auf moderne Erdgas-Brennwerttechnik hat sich nach kurzer Zeit amortisiert. Wenn gedämmt wird, macht es Sinn, auch die Heizung zu tauschen.

Energieberatung durch Energieexperten

Experte zum Thema Energie sparen

Die energetische Sanierung ist ein weites Feld mit diversen Möglichkeiten zur Umsetzung. Gerade diese Vielfalt überfordert Hausbesitzer schnell und nicht selten wird nicht mit der effizientesten Maßnahme begonnen, sondern mit der gängigsten: der Wärmedämmung. Das kann kosten. Eine professionelle Energieberatung bildet hierfür eine gute Basis für die ersten Schritte bei einer Sanierung. Eric-Stephan Zeisler, Energieberater aus Berlin, erklärt, worauf geachtet werden muss.