Kraftstoff ERDGAS – Sicherheit

Gibt es ein erhöhtes Risiko bei Erdgas-Fahrzeugen?

Von Erdgas-Autos geht keine erhöhte Gefahr aus. Die stabilste Komponente des Fahrzeuges ist der Erdgas-Tank, der auf einen Betriebsdruck von 200 bar ausgelegt ist. Die Sicherheitsprüfung des TÜV schreibt für die Fahrzeugtanks sogar einen Berstdruck von 600 bar vor, dem die Behälter standhalten müssen. Die allgemein auftretenden Belastungen durch mechanische Kräfte bei Unfällen werden damit bei weitem überschritten. Sicherheitsventile sorgen bei Hitzeentwicklung oder einem Druckanstieg für ein kontrolliertes Abblasen des ERDGAS. Selbst beim Entweichen großer Gasmengen besteht keine Explosionsgefahr, denn ERDGAS ist leichter als Luft und verflüchtigt sich sofort in der Atmosphäre. Ein Flaschenventil besteht aus:

•    Elektrische Abschaltung (Magnetventil)
•    Berstscheibe
•    Manuelle Abschaltung
•    Schmelzsicherung
•    Integriertes Rückschlagventil

 

Durch welche Prüfverfahren wird die Sicherheit von Erdgastankbehältern gewährleistet?

   
Die ECE Regelung R 110 bezeichnet einen Katalog von international vereinbarten, einheitlichen technischen Vorschriften und Prüfverfahren für Fahrzeuge, Teile und Ausrüstungsgegenstände. Generell müssen Erdgas-Tankbehälter unterschiedliche Anforderungen erfüllen, bevor sie für die Serienproduktion zugelassen werden. Dazu gehören verschiedene Druck-, Berst- und Bruchprüfungen sowie die Feuerschutzprüfung bei mindestens 590 Grad Celsius und die Durchschlagprüfung mit einem Hartkerngeschoss.


Darüber hinaus gibt es bei der Fertigung von Erdgas-Tankbehältern eine zerstörungsfreie Prüfung an allen Zylindern sowie eine stichprobenartige Zerstörungsprüfung. Zur zerstörungsfreien Prüfung eines jeden Zylinders gehört: die Härteprüfung, die Ultraschallprüfung um Risse auszuschließen sowie die hydraulische Prüfung, um die Dichtheit zu gewährleisten. Bei der stichprobenartigen Zerstörungsprüfung, werden die Behälter einer Zug- und Aufprallprüfung sowie Druck- und Berstprüfungen unterzogen.

 

 

Ist ERDGAS giftig?

   
ERDGAS ist weder toxisch noch krebserregend. Zur Wahrnehmung von austretendem ERDGAS wird diesem ein durchdringender Geruchsstoff beigemischt. Der ungefährliche Stoff ist stark riechend und wird so bereits bei einer Konzentration von einem Prozent – und damit weit unter der Gefahrengrenze (5 bis 16 Prozent) – wahrgenommen.

 

 

Dürfen Erdgas-Fahrzeuge in Parkhäuser und Tiefgaragen einfahren?

   
Das Parken von Erdgas-Autos ist in Parkhäusern und Tiefgaragen nach den Länderbauordnungen in allen Bundesländern erlaubt. Das Hausrecht stellt aber jedem Parkhausbesitzer frei, welchen Fahrzeugen er Einfahrt gewährt und welchen nicht.


Erdgasautos sind sicher

Erdgas-Fahrzeuge sind sicher

Neben der guten Klimabilanz, den geringen Geräuschemissionen und den günstigen Betriebskosten, sind Erdgas-Fahrzeuge so sicher wie jedes andere Fahrzeug.

Fakt Leistung

Leistungsverluste gegenüber herkömmlichen Fahrzeuge entstehen bei den heutigen Serienfahrzeugen mit Erdgasantrieb nicht.

Fakt tanken

Über 900 Tankstellen in Deutschland bieten die Kraftstoffe ERDGAS und BIO-ERDGAS an. Der überwiegende Teil ist an öffentlichen Markentankstellen integriert.