Entwicklung des Gaspreises

Der Gaspreis war lange Zeit an den Ölpreis gebunden. Diese Preisbindung wurde 2010 aufgegeben, seitdem entwickelt sich der Gaspreis eigenständig. Er bildet sich vor allem durch den intensiven Wettbewerb unter den Gasversorgern, der seit der Liberalisierung des Gasmarktes 2007 im Gang ist. Anders als beim Erdöl gibt es für Erdgas keinen einheitlichen Weltmarktpreis. Dennoch ist der Gaspreis über die letzten Jahre hinweg vor allem eines: sehr stabil und damit sehr gut planbar.

Stabiler Erdgaspreis

Der Erdgaspreis bleibt seit Jahren stabil und liegt deutlich unter dem Strompreis.

Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

Die Kosten für das eigentliche Produkt als solches (inkl. der Kosten für Einkauf, Vertrieb und Gewinnmarge) machen weniger als 50 Prozent des Gaspreises aus. Der Preis, den die Verbraucher für ihr Erdgas zahlen, setzt sich überwiegend aus Netzentgelten und Steuern zusammen. Das bedeutet auch, dass die Gasversorger bei der Preisgestaltung eingeschränkt sind, denn Steuern und Netzentgelte sind im jeweiligen Netzgebiet für jeden Anbieter gleich.

Der Gaspreis setzt sich ähnlich wie der Strompreis aus verschiedenen Bestandteilen zusammen:
 

  • Kosten für den Gasbeschaffung, Vertrieb und Gewinnmarge machten 2019 etwa 49,5 Prozent aus (wobei der Einkauf des Erdgases ein signifikanten Bestandteil des gesamten Kostenblocks ist).
  • Die regulierten Netzentgelte inkl. Messung, Abrechnung und Messstellenbetrieb wiesen in 2019 einen von etwa 25 % am Gaspreis auf.
  • Mehrwertsteuer: hatte einen Anteil von 16 %
  • Die Erdgassteuer betrug 2019 etwa 9 %.
  • Mit etwa 0,5 % ist die Konzessionsabgabe der kleinste Bestandteil.

Regionale Preisunterschiede bei Gas

Dass Erdgas in der einen Region günstiger ist als in einer anderen, liegt vor allem an den unterschiedlichen Netzentgelten: Sie werden erhoben für den Transport des Gases im Leitungsnetz, für den Betrieb von Messstellen wie zum Beispiel Gaszähler und für die Abrechnung des Gaspreises. Die Netzentgelte werden für das jeweilige Netzgebiet von der Bundesnetzagentur (BNetzA) festgelegt. Die BNetzA berücksichtigt dabei unter anderem die Siedlungsdichte, die topografische Beschaffenheit des Netzgebietes und den allgemeinen Zustand des Gasnetzes und damit die Frage, wie viel in seinen Erhalt investiert werden muss, um eine zuverlässige Versorgung zu garantieren.

In strukturschwachen und weniger dicht besiedelten Regionen sind die Netzentgelte häufig höher, da die Kosten auf weniger Haushalte umgelegt werden müssen. Die BNetzA prüft und kontrolliert die Netznetgelte regelmäßig, damit die Kunden ein angemessenes Entgelt zahlen und damit außerdem alle Gasversorger einen fairen Zugang zum jeweiligen Markt erhalten. Die Gasversorger selbst haben keinen Einfluss auf die Höhe der Netzentgelte.

Der Energieträger Erdgas: Vorteile und Nachteile


Erdgas ist ein Primärenergieträger mit zunehmend grünen Anteilen aus Biogas, synthetischem Gas und künftig auch Wasserstoff.

Vorteile von Erdgas

  • Bequeme Zahlung: Fast alle Versorger bieten Abschlagszahlungen, der Brennstoff muss nicht vorfinanziert werden
  • Freie Wahl des Versorgers
  • Hoher Wettbewerbsdruck im liberalisierten Erdgasmarkt mit positiven Auswirkungen auf das Preisniveau
  • Hoher Komfort: Der Brennstoff muss nicht gelagert werden
  • Umweltschonend und auch als erneuerbares Bio-Erdgas verfügbar
  • Niedrigster CO2-Ausstoß unter allen fossilen Energieträgern
  • Kein nennenswerter Ausstoß von Ruß oder Feinstaub
  • Zukunftsfähig: steigende Anteile von grünem Gas durch Biogas, synthetisches Gas oder Wasserstoff
  • Große Auswahl an effizienten Heiztechnologien, die zudem mit Erneuerbaren Energien kombiniert werden können
  • Großzügige staatliche Förderung für Gas-Heiztechnologien in Kombination mit Erneuerbaren Energien wie Solar oder Umweltwärme


Nachteile von Erdgas

 

Erdgas mit Umweltwärme verbinden

Wärmepumpe mit Erdgas

Für Häuser mit geringem Heizbedarf ist die Gaswärmepumpe der ideale Wärmelieferant. Die Verbindung Erdgas und Umweltwärme ermöglicht es preiswert und zuverlässig zu heizen.

Innovative Technik, geringste Heizkosten

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