Vorteile Wasserstoff: sauber, speicherbar, verfügbar

Wasserstoff ist ein idealer Energieträger: Er lässt sich als komprimiertes Gas oder tiefgekühlte Flüssigkeit leicht transportieren und relativ einfach speichern. Er steht zu allen Tages- und Jahreszeiten zur Verfügung und ist als Bestandteil des Wassers in großen Mengen vorhanden. Da er nicht wassergefährdend ist, kann der saubere Energieträger auch in Trinkwasserschutzgebieten zum Einsatz kommen. Ein weiterer Vorteil von Wasserstoff ist, dass bei seiner Verbrennung wieder Wasser entsteht und er damit als sauberer Energieträger maßgeblich zum Klimaschutz beitragen kann. Und wir können mit ihm heizen, Strom erzeugen und Auto fahren. Durch diese vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten trägt Wasserstoff zu einer klimaneutralen Energieversorgung bei.

Bei der Verbrennung gibt Wasserstoff seine chemisch gespeicherte Energie in Form von Wärme ab, in der Brennstoffzelle in Form von Strom und Wärme. Wasserstoff hat mit 33,33 kWh/kg einen sehr hohen Energiegehalt sowie eine deutlich geringere Dichte als Benzin und ist daher sehr einfach in großen Mengen zu speichern. Beides zusammen sind wichtige Voraussetzungen für seine Eignung als Energiespeicher.

Wasserstoff für die Mobilität der Zukunft

Gerade für längere Strecken mit dem Pkw, im öffentlichen Personennahverkehr oder für den Gütertransport sind wasserstoffbetriebene Fahrzeuge die sinnvolle Alternative zur Elektromobilität. Auch wenn die Anzahl der schweren Nutzfahrzeuge im Vergleich zu Pkw sehr gering ist, so tragen sie doch zur Hälfte der Emissionen im Straßengüterverkehr bei. Das Einsparpotenzial an CO2 ist durch die Verwendung von Wasserstoff entsprechend hoch.

Und auch im Schienenverkehr bietet sich Wasserstoff an. Rund 40 Prozent des deutschen Schienennetzes sind nicht elektrifiziert. Anstelle von Diesel kann hier künftig sauberer Wasserstoff verwendet werden.

Wasserstoff für eine CO2-freie Industrie


Gerade die energieintensive Industrie bietet ein großes Potenzial, durch die Verwendung von Wasserstoff CO2 einzusparen. Häufig ist dort der Einsatz von erneuerbaren Energien z.B. über Wärmepumpen aufgrund des hohen Temperaturniveaus nicht möglich. Der Einsatz von Wasserstoff in der Stahl- und der chemischen Industrie weist ein besonders hohes CO2-Minderungspotenzial auf. Die ersten Pilotprojekte zur Dekarbonisierung der industriellen Stahlproduktion laufen bereits und sind vielversprechend.

Wasserstoff für Zuhause


Die CO2-Emissionen im Gebäudesektor wurden in den vergangenen Jahren bereits reduziert. Um das Klimaziel zu erreichen, müssen jedoch weiterhin große Anstrengungen unternommen werden. Die Brennstoffzelle ermöglicht das Heizen und die Warmwasserversorgung mit Wasserstoff für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Zusätzlich produziert die Brennstoffzelle auch Strom, sodass auch die Stromversorgung klimaschonend stattfindet.


Die BDR Thermea Group erprobt aktuell den Betrieb des ersten Wasserstoff-Brennwertkessels. Der Wasserstoff wird über eine ehemalige Erdgasleitung zu den Verbrauchern transportiert.


Erzeugung von Wasserstoff

Erzeugung von Wasserstoff

Je nach Erzeugungsart trägt Wasserstoff unterschiedliche Namen.