Synthetisches ERDGAS – Antrieb aus der Kraft der Natur

Die Erzeugung von synthetischem ERDGAS mit der Power-to-Gas-Technologie schließt in Zukunft eine wichtige Lücke. Wind- und Sonnenenergie sind unverzichtbare Energieträger zur Erreichung der Energiewende. Gleichzeitig unterliegt ihre Verfügbarkeit starken natürlichen Schwankungen, denen in Spitzenzeiten durch Abschaltung der Anlagen Rechnung getragen wird. Große Potentiale zur Versorgung mit natürlichem und günstigem Strom gehen deshalb verloren. Power-to-Gas lohnt sich dementsprechend immer dann, wenn ansonsten eine Abregelung (Abschaltung) von Stromerzeugungsanlagen, wie Wind- oder Photovoltaikparks, erfolgen müsste.

Synthetisches ERDGAS sichert das Gelingen der Energiewende

Raus aus den Kinderschuhen – keine Energie verschenken

Aus den Kinderschuhen ist die Erzeugung von synthetischem ERDGAS aus Wind- oder Sonnenenergie längst herausgewachsen. Überschüssigen Ökostrom für die Erzeugung von speicherbarem Wasserstoff oder ERDGAS zu nutzen, bedeutet, diese Energie speicher- und regulierbar zu machen.  Bei der Elektrolyse wird – mit Strom als Antriebsenergie – Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Der Wasserstoff kann direkt ins Erdgasnetz eingespeist oder durch Methanisierung zu synthetischem ERDGAS umgewandelt werden. Auch wenn im Prinzip jede Verwendung der ansonsten ungenutzten Stromkapazitäten einen Gewinn darstellt, reicht das den Entwicklern an den verschiedenen Erprobungsstandorten europaweit nicht aus.
 
Versorger und Forschungseinrichtungen arbeiten, unterstützt mit Fördermitteln, in gemeinsamen Projekten daran, dass Power-to-Gas in Zukunft größtmögliche Wirkungsgrade erreicht. So testen beispielsweise Experten in Frankfurt erfolgreich die Praxistauglichkeit dieser Zukunftstechnologie. Mit einem Wirkungsgrad von 77 Prozent bei der reinen Elektrolyse übertrafen die ersten Ergebnisse die bisherigen Erwartungen. Auch eine Erprobungsanlage in Werlte liefert mit einem Wirkungsgrad von 62 Prozent nach Elektrolyse und Umwandlung zu synthetischem ERDGAS (Methanisierung) sehr gute Ergebnisse. Das EU-Projekt HELMETH zeigt, das mit Power-to-Gas-Verfahren durchaus Werte bis 85 Prozent möglich sein könnten. Das auf diese Weise erzeugte grüne ERDGAS kann überall dort eingesetzt werden, wo auch normales ERDGAS eingesetzt wird.
 

Für den Endverbraucher ändert sich mit synthetischem ERDGAS nichts

 
Power-to-Gas ist eine der technologischen Stützen für eine gelingende Energiewende. Experten sind sich noch nicht einig, wann diese Lösung zur Langzeitspeicherung überschüssiger regenerativer Energien in großem Umfang notwendig wird. Schätzungen gehen davon aus, dass Power-to-Gas spätestens dann flächendeckend eingesetzt werden sollte, wenn der Anteil von Wind- oder Sonnenenergie am Energiemix zwischen 60 und 80 Prozent beträgt. Lokale Anwendungsprojekte gehen bereits heute schon ans Netz, wie die Audi-Anlage in Werlte in Niedersachsen. Das entstehende synthetische ERDGAS – auch regeneratives ERDGAS genannt – ist genauso verwendbar wie konventionelles oder BIO-ERDGAS: als Kraftstoff, zur Erzeugung von Wärme und Strom und als Antriebsenergie für große Kraftwerke. Für Endverbraucher, die bereits heute auf effiziente Erdgas-Technologien im Eigenheim setzen, ändert sich mit dem Einsatz von synthetischem ERDGAS nichts.

Strom zu Gas – Erneuerbarer Strom wird speicherbar

Aus Strom wird Gas

Ökostrom, der ansonsten ungenutzt bliebe, wird durch die Power-to-Gas-Technologie zu regenerativem ERDGAS.

Erneuerbares ERDGAS als Antriebsenergi

Viele Anwendungen

Erneuerbares ERDGAS ist der Partner der Energiewende, denn es überzeugt als umweltfreundlicher und flexibler Energieträger.