Sanierungsstau im Heizungskeller: Wie die Brennstoffzelle den Heizungsmarkt revolutioniert

Neuen Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) zufolge wurden im Jahr 2018 rund 732.000 neue Wärmeerzeuger installiert. Der überwiegende Teil davon entfiel auf neue Gasheizsysteme, allerdings vorwiegend in Neubauten. Modernisierungen im Heizungsbestand stagnieren dagegen weiter. Ca. 60 Prozent der deutschen Heizungen sind nicht zureichend effizient. Dass dort jedoch ein großer Hebel zum Klimaschutz liegt, mahnt auch Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS: "Der Fahrplan für den Kohleausstieg steht. Aber wir dürfen beim Thema CO2 nicht nur auf den Stromsektor schauen. Dringender Handlungsbedarf besteht ebenso im Wärmemarkt. Auch hier bietet emissionsarmes ERDGAS wirksamen Klimaschutz zum kleinen Preis."

Beim Klimaschutz im Heizungskeller kommt der Brennstoffzellentechnologie eine bedeutende Rolle zu: Als äußerst effiziente Form der Kraft-Wärme-Kopplung ist sie momentan die effizienteste Art der Wärmeerzeugung. Dazu macht sie den Verbraucher unabhängiger vom Stromnetz. Denn die Brennstoffzellenheizung erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme für die eigenen vier Wände. Dabei sorgt sie für bis zu 40 Prozent geringere Energiekosten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz bei der dezentralen Energieversorgung. Zusätzlich entlastet sie auch das Stromverteilernetz.

Knapp 3.500 Brennstoffzellengeräte wurden im Jahr 2018 bundesweit installiert. Das entspricht einer Steigerung um 133 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wichtiger Impulsgeber war dabei das Technologieeinführungsprogramm, über das Fördermittel der Bundesregierung bereitgestellt wurden. So gewährt beispielsweise das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über ein KfW-Programm einen festen Zuschuss. 

Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS fasst zusammen: "Erneuerbare Energie und Brennstoffzelle sind ein Dream-Team. Diese Technik bringt uns klar in die Zukunft."

Quelle: WELT / BDH