GASAG und E.DIS planen Power-to-Gas-Anlage im Brandenburgischen Havelland

15. Januar 2019. Der Berliner Energieversorger GASAG und der brandenburgische Energiedienstleister E.DIS haben eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung eines Power-to-Gas-Projekts (P2G) im Brandenburgischen Havelland abgeschlossen.


Eine entsprechende Anlage soll in den kommenden Jahren nahe Berlin in Ketzin entstehen und mithilfe von erneuerbaren Energien synthetischen Wasserstoff erzeugen. Dieser kann in das vorhandene Gasnetz eingespeist und dort gespeichert werden. Insbesondere im Wärmesektor kann so ein wichtiger Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen geleistet werden.

 

Aus Sicht der Partner bietet sich der Standort Ketzin an, da neben dem benachbarten Winderzeugungsgebiet Nauener Platte mit rund 300 Windkraftanlagen auch die strom- und gasseitige Infrastruktur vorhanden ist. Die E.DIS Netz betreibt am Standort die Nieder- und Mittelspannungsnetze sowie ein 110 kV-Umspannwerk als Verknüpfungspunkt zum Hochspannungsnetz. Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, ein Unternehmen der GASAG-Gruppe, betreibt das örtliche sowie das regionale Gasnetz mit einem Übergabepunkt zum Hochdrucknetz des Fernleitungsnetzbetreibers Ontras. Auch eine kürzlich um eine Photovoltaik-Anlage erweiterte Biogasanlage soll in die Planungen miteinbezogen werden. 

 

Bereits seit Sommer 2018 plant E.DIS die Errichtung eines "Energiewendelabors" westlich von Berlin. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung soll dort die intelligente Verknüpfung von regenerativer Energieerzeugung, -umwandlung, -speicherung und Energietransport untersucht und weiterentwickelt werden.

 

Quelle: GASAG AG