Forschungsprojekt "ORBIT": Hochschule Regensburg startet biologische Methanisierung

Die Forschungsstelle Energienetze und Energiespeicher der OTH Regensburg hat Mitte Mai den Betrieb einer biologischen Methanisierungsanlage aufgenommen. Ziel ist es, den mithilfe von Mikroorganismen ablaufenden Prozess im Speziellen sowie die Power-to-Gas-Technologie als solche weiterzuentwickeln. Das Projekt mit dem Namen "ORBIT" ("Optimierung eines Rieselbett-Bioreaktors für die dynamische mikrobielle Biosynthese von Methan mit Archaeen in Power-to-Gas-Anlagen") läuft seit Juli 2017 und wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit einer Million Euro gefördert. Neben der OTH Regensburg beteiligen sich zudem die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Electrochaea GmbH, die microbEnergy Gmbh (Viessmann Group) und die MicroPyros GmbH an dem Projekt.


Bei der nun gestarteten biologischen Methanisierung wandeln einzellige Organismen, sogenannte Archaeen, regenerativ erzeugten Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid zu Methan um. In Form von synthetischem ERDGAS leistet es einen wertvollen Beitrag zu einer erneuerbaren Energieversorgung. "Im Zuge der fortschreitenden Energiewende werden Energiespeicher zum Ausgleich zwischen schwankender Erzeugung und Verbrauch immer wichtiger. Power-to-Gas ist dabei für die längerfristige, saisonale Speicherung größerer Energiemengen eine der wenigen verfügbaren Technologien", erklärte der Verbundkoordinator Martin Thema anlässlich der Inbetriebnahme der Anlage.

Nach dem Pilotbetrieb an der Hochschule Regensburg soll die Anlage im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren zum Einsatz kommen. Dort wird sie an einen Elektrolyseur des Energieversorgers innogy SE angeschlossen. Das so erzeugte grüne Methan wird anschließend in das Erdgasnetz der Stadt eingespeist, wo es sektorenübergreifend für die Energieerzeugung zur Verfügung steht.

Quelle: OTH Regensburg / energate messenger