DHL Freight testet in Deutschland erstmals LNG-Truck mit Megatrailer

Das Logistikunternehmen DHL Freight setzt in Süddeutschland erstmals mit flüssigem ERDGAS (LNG) betriebene Langstreckensattelzüge für Megatrailer ein. Die einjährige Testphase findet in Kooperation mit der BMW Group statt. Täglich sollen die Sattelzüge des Typs Iveco Stralis zwischen den Logistikzentren von DHL und einem Produktionsstandort des bayrischen Automobilherstellers im Pendelverkehr eingesetzt werden. Bisher war eine Kombination von LNG-Sattelzug und einem Megatrailer aufgrund der Tankkonstruktion nicht möglich.


"Die Kombination von LNG-Sattelzug und Megatrailer stellt eine vielversprechende Lösung für die Automobillogistik dar. Wir werden den Transportanforderungen des Kunden bestmöglich gerecht und sind gleichzeitig in der Lage, die Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette zu senken", erläutert Uwe Brinks, CEO, DHL Freight. "Die durch den Einsatz von Flüssigerdgas verbesserte Kraftstoffeffizienz und eine erwiesene Emissionsreduktion ermöglichen einen nachhaltigeren Straßentransport über längere Distanzen", führt Brinks fort.

 

Für das Unternehmen sind das nicht die ersten Erfahrungen mit dem umweltschonenden Kraftstoff. Bereits in Belgien wird seit dem Sommer 2018 der Einsatz von mit flüssigem Erdgas betriebenen LKW im Langstreckenverkehr getestet. 

 

Die neuen Fahrzeuge sind ein wichtiger Baustein in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Mit Reichweiten von bis zu 1.500 Kilometern und einen um 15 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch ermöglichen die LNG-Fahrzeuge einen ökonomischen Transport im Langstreckenverkehr. Dabei stoßen sie im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen 99 Prozent weniger Feinstaub und bis zu 70 Prozent weniger Stickstoffoxide aus. Zudem sind sie deutlich leiser, sodass sie auch für nächtliche Transporte im innerstädtischen Verkehr geeignet sind.

 

Quelle: DHL