Londons Logistik soll grüner werden

Die britische Hauptstadt plant mit der Initiative „LoCity“ ein Maßnahmenpaket, das den Lieferverkehr in der Metropole sauberer und umweltfreundlicher machen soll. Durch das Programm soll die Nutzung und Verfügbarkeit von Fahrzeugen mit niedrigem Emissionsausstoß gefördert werden. Gasantriebe und Wasserstoff spielen laut der Londoner Verkehrs- und Transportbehörde in der Logistik künftig eine wichtige Rolle, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.


Kosten in Höhe von mehr als 3,7 Milliarden britische Pfund entstehen der Stadt jährlich wegen der Luftverschmutzung. Hinzu kommt die gesundheitliche Beeinträchtigung der Stadtbewohner. Durch mehr als 281.000 Fahrten täglich ist die Frachtbranche für fast zwei Drittel der Stickoxid-Emissionen verantwortlich. Insbesondere LNG (Liquefied Natural Gas) und CNG (Compressed Natural Gas) bieten laut der Initiative ein enormes Potential zur Reduzierung der Emissionen.

In der Vergangenheit befürchteten Unternehmer höhere Abgaben für Gasantriebe. Die zuständigen politischen Vertreter Großbritanniens haben daher bindende regulatorische Bestimmungen ausgearbeitet. Innerhalb der nächsten sechs Jahre wird die Kraftstoffsteuer für Gas entgegen der Befürchtungen der Initiative nicht erhöht werden. Eine wichtige Hürde in Hinblick auf den Ausbau der Gasmobilität in Großbritannien ist so zunächst genommen. Ab dem 8. April 2019 soll eine "Ultra Low Emission Zone" in der Innenstadt von London eingeführt werden. Fahrzeuge, die die strengen Umweltauflagen nicht erfüllen, müssen dann pro Tag umgerechnet circa 14 Euro (Autos) bzw. knapp 114 Euro (Busse/LKWs) zahlen, um die Innenstadt passieren zu dürfen.

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Quelle: www.dvz.de