Bund fördert verflüssigtes ERDGAS (LNG) mit 30 Millionen Euro

Das Bundesverkehrsministerium fördert ab sofort die Aus- und Umrüstung von Schiffen auf verflüssigtes ERDGAS (LNG).

Sowohl private Reedereien als auch öffentliche Körperschaften können sich um Fördermittel bemühen. Um den Einsatz von LNG in der deutschen Schifffahrt voranzutreiben investiert der Bund 30 Millionen Euro. "Deutschland ist eine der weltweit größten Schifffahrtsnationen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). "Wir wollen diese Spitzenposition halten und unterstützen deshalb die Einführung innovativer Technologien." Außerdem plant das BMVI, auch die bundeseigene Flotte mit alternativen Antrieben auszurüsten. Das Forschungsschiff "Atair" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) soll als Vorreiter dienen.


LNG als Kraftstoff trägt zur Senkung der Treibhausgas- und der Luftschadstoffemissionen bei, denn das verflüssigte ERDGAS verursacht im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen fast keine Schwefeloxid-Emissionen (SOx); Stickoxid-Emissionen (NOx) werden um bis zu 90 Prozent und Partikel-Emissionen um rund 98 Prozent reduziert. Dank hoher Reichweiten, niedrigen Emissionen und vergleichsweise niedrigeren Kosten ist LNG die Alternative zu Diesel. In Hinblick auf LNG betriebene Lkw verzeichnete die Natural Gas Vehicle Association (NGVA) in 2016 einen Anstieg von 15 Prozent im europäischen Markt.