Ist ein Schacht in oder an Gebäuden( bzw. auch freistehend), der ausschließlich dazu bestimmt ist, Abgase über das Dach ins Freie zu fördern.
Um eine Beeinflussung von technischen Systemen untereinander oder der Umwelt einzuschränken, werden Abstände definiert. Der Schutzabstand bei Flüssiggasanlagen ist z.B. der Abstand zwischen Flüssiggasbehältern und benachbarten Anlagen, Einrichtungen, Gebäuden oder öffentlichen Verkehrswegen, zum Zweck, den Flüssiggasbehälter vor einem Schadensereignis, wie Erwärmung infolge Brandbelastung oder mechanischen Beschädigungen zu schützen bzw. das Umfeld vor Wirkungen des Flüssiggasbehälters zu schützen.
Ein Schutzstreifen ist ein z. B. Geländestreifen, der sich längs einer Rohrleitungstrasse befindet. Auf diesem Streifen ist die Zufahrt und Begehbarkeit der Leitung zwecks Kontrolle immer zu gewährleisten. Dies wird vertraglich zwischen dem Besitzer und dem Versorger vereinbart. Auf dem Schutzstreifen dürfen z.B. keine Gebäude mit festen Fundamenten gebaut werden oder sonstige leitungsgefährdende Arbeiten durchgeführt werden. Die Breite des Schutzstreifens ist vom Leitungsdurchmesser abhängig.
siehe auch Wegerecht.
Bei der Aufstellung von Gasgeräten der Art B sind 2 Schutzziele einzuhalten. Schutzziel 1 beurteilt das Betriebsverhalten des Gasgerätes im Anfahrtzustand; Schutzziel 2 sichert ausreichende Verbrennungsluftbereitstellung.
Schwefeldioxid ist ein farbloses, permanentes Gas mit stark reizendem Geruch; einer der weitest verbreiteten Pflanzenschadstoffe. Es entsteht u.a. bei Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe und ist dann in den Abgasen von Feuerungsanlagen sowie in den Abgasen der Kraftfahrzeuge enthalten.
Sekundärenergie ist die Energie, die als Ergebnis eines Umwandlungsprozesses und unter Energieverlust aus der Primärenergie gewonnen wird. Sekundärenergie gibt es entweder in Form leitungsgebundener Energie wie Strom, Fernwärme und Brenngas oder in Form von Produkten wie Benzin, Heizöl, Koks, Briketts.
siehe Sicherheitsabsperrarmatur
Das Sicherheitsabblaseventil (SBV) ist ein Überdruckventil, das z.B. Gas aus einer Rohrleitung oder einem Druckbehälter entlässt, wenn der Druck darin zu gross wird. Auf das gefahrlose Ableiten der austretenden Gase ist zu achten.
Mit Sicherheitsabsperrarmaturen werden z.B. Brenner ausgerüstet sein, um im Fall einer Störmeldung oder Brennerabschaltung die Brenngaszufuhr zu unterbrechen. Dies geschieht z.B. mit sogenannten Sicherheitsabsperrventilen.
siehe Sicherheitsabsperrarmatur
Das Sicherheitsabsperrventil (SAV) ist ein Sicherheitsbauteil in einer Gasrohrleitung, welches vom Gas durchströmt wird und bei Überschreiten und /oder Unterschreiten eines eingestellten Ansprechdruckes die Gasdurchströmung unterbricht. Es öffnet nicht von selbst, wenn der Druck danach wieder den Normalwert erreicht.
Ein Sicherheitstemperaturbegrenzer STB - ist eine Sicherheitseinrichtung, die bei zu hohen Temperaturen im System eine Sicherheitsabschaltung (Störabschaltung) bewirkt. Ein STB ist z.B. Teil der Sicherheitseinrichtung von Heizungsanlagen. Jeder Wärmeerzeuger muß einen typgeprüften Sicherheitstemperaturbegrenzer mit eigenem Fühler haben. Er misst z.B. die Vorlauftemperatur nach dem Heizungskessel und unterbricht die Brennstoffzufuhr zum Kessel bei Überschreitung einer eingestellten Vorlauftemperatur.
siehe Steinkohleeinheit.
Synthetisches hergestelltes Brenngas aus Stein- oder Braunkohle "synthetic natural gas".
Sie dienen dem Ausgleich von verbrauchsabhängigen, vorwiegend saisonal bedingten Schwankungen in Gasversorgungsleitungen. Man unterscheidet zwei Arten:
- Porenspeicher bestehen aus porösem Gestein und nehmen ähnlich wie ein Schwamm, das Gas in Ihren Poren auf. Eine geschlossene Deckschicht sorgt dafür, daß kein Gas nach oben ausströmen kann. Nach unten ist die Dichtheit durch wasserführendes Erdreich gegeben. Z.Zt. werden 20 Porenspeicher in Deutschland betrieben. - Bei Kavernenspeichern wird das Gas in unterirdische Hohlräume gedrückt, die durch den Abbau von Salz entstanden sind. Z.Zt. werden 14 in Deutschland Kavernenspeicher betrieben.
Berechnungsvolumenstrom für Gasleitungen
Das Stadtgas ist ein wasserstoffreiches Brenngas, das in Gaswerken hergestellt wird. Heute hat es keine Verbreitung mehr und ist durch das höherwertige Erdgas abgelöst worden.
Der geschossübergreifende Teil einer Rohrleitungsanlage im Gebäude wird mit Steigleitung benannt.
Die Steinkohleeinheit SKE - ist das Standardmaß für den Energieinhalt fossiler Brennstoffe. 1 SKE hat einen Energiegehalt von 8,141 kWh. Ein kg Öl entspricht 1,44 kg SKE, ein Normkubikmeter Gas 1,33 kg SKE. Auch ein Sekundärenergieträger kann in diese Energieeinheit umgerechnet werden: 1 kWh Strom entspricht 0,123 kg SKE.
Stillgelegte Leitungen sind Gasleitungen, die bestimmungsgemäß auf Dauer nicht mehr betrieben werden und von der gasführenden Zuleitung getrennt sind.
Die 12. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz wird Störfallverordnung genannt.
Starhlungsbrenner sind Gasbrenner, die Wärme vorzugsweise in Form von Strahlung abgeben. Sie finden z.B. zur Beheizung von großen Räumen (Hallen u.s.w.) Anwendung. Dabei wird das vorgemischte Luft-Erdgasgemisch in einem kurzflammigen Flammenteppich verbrannt. Dies geschieht auf glühenden keramischen oder metallenen Brennflächen. Es wird ein hoher Wirkungsgrad und eine geringe Umweltbelastung erreicht.
Die Streckenbelastung ist im Rahmen der Berechnung von Installationsleitungen die Summe der danach angeschlossenen Nennbelastungen der Gasgeräte. Multipliziert mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor ergibt sich die für die Brechnung des Durchmessers/Druckverlustes anzusetzende Belastung.
Der Strahlungsverlust ist eine Art Wärmeverlust an die Umgebung, der z.B. bei Gasfeuerstätten auftritt.
Bauteil eines Gasgerätes der Art B1,das im Abgasweg unmittelbar nach dem Gerät angeordnet ist. Sie stellt eine offene Verbindung zum Aufstellraum her und bewirkt bei Schornsteinzug das Einströmen von Mitluft in die Abgasanlage und bei Stau oder Rückstrom im Abgasweg das Einströmen von Abgas in den Aufstellraum. Die Strömungssicherung bewirkt bei Gasgeräten der Art B die einwandfreie Gasverbrennung unabhängig von den Verhältnissen in der Abgasanlage.
Solaranlagen sind Einrichtungen, die die Sonnenstrahlung direkt nutzen. Sonnenkollektoren können in unseren Breiten z.B. für die Warmwasserbereitung und zur Schwimmbadbeheizung eingesetzt werden; in Photovoltaikanlagen wird Strom direkt erzeugt.
Dieses methanreiche Gas entsteht bei Faulprozessen in Sumpfgebieten und wird an die Atmosphäre abgegeben.