Unser ERDGAS hat schon einen langen Weg hinter sich
Denn alle Prozesse, an deren Ende ERDGAS und Erdöl stehen, setzten mit der Entstehung des Lebens ein. In kleinen Anfängen vor etwa dreieinhalb Milliarden Jahren und im großen Umfang vor etwa zwei Milliarden Jahren. Ausgangsbasis waren mikroskopisch kleine Meereslebewesen: tierisches und pflanzliches Plankton. Starben diese Mikroorganismen, lagerten sie sich am Grunde flacher Meere ab. Mit der Zeit schoben die Flüsse Sand und Geröll (Sedimentation) darüber, so dass keine Luft mehr an das abgestorbene Plankton gelangte. Es entstand der so genannte Faulschlamm. Dieser Faulschlamm entwickelte sich über lange Zeiträume langsam zu Erdöl- und Erdgasmuttergestein. Mit Hilfe von Bakterien zersetzten sich die hierin eingeschlossenen, abgestorbenen Kleinstlebewesen. Genau wie bei der Kohle gelangt das Muttergestein durch weitere Überlagerungen von Gesteinsmaterial in größere Tiefen. Die dort herrschenden hohen Temperaturen und hohen Drücke führten dazu, dass sowohl das Erdöl als auch das ERDGAS aus dem Muttergestein ausgepresst wurde und nach oben stieg, bis es auf eine undurchlässige Gesteinsschicht traf. Darunter sammelte es sich, im so genannten Speichergestein.
Wie ERDGAS zu Ihnen kommt
Lassen seismische und geophysikalische Messungen das Vorkommen von Lagerstätten vermuten, wird mit einer Aufschlussbohrung ermittelt, ob ERDGAS vorhanden und eine Förderung wirtschaftlich rentabel ist. Diese Probebohrungen erreichen heute Tiefen von bis zu 7.000 m. Und nicht immer ist man dabei erfolgreich: Trotz aller Vorarbeiten kommen auf eine erfolgreiche Bohrung durchschnittlich drei Fehlbohrungen.
Nach der Bohrung macht es das riesige Netz von Pipelines in Europa möglich, dem Endverbraucher das ERDGAS bis in seinen Haushalt zu liefern. Verdichter-Stationen, alle 100 bis 200 km, sorgen für die richtige "Reisegeschwindigkeit" des Gases. Und sie bremsen das ERDGAS auch ab, für den Fall, dass das Tempo, sprich der Druck, zu hoch ist.
ERDGAS – ganz schön weit verbreitet
- Im Jahr 2008 wurden 48,5 % aller Wohnungen mit ERDGAS warm
- Der Anteil von Wohnungen, die mit Heizöl beheizt werden, beträgt 30,0 %
- 12,5 % aller Wohnungen nutzen Fernwärme
- Mit Stromheizungen werden 6,0 % aller Wohnungen beheizt
- Der Anteil der Kohleheizungen beträgt winzige 3,0 %
