Die Zukunft: BIO-ERDGAS
Wer Erdgasauto fährt, tankt künftig regenerativ erzeugtes BIO-ERDGAS. Doch was versteht man darunter?
Biomethan, auch BIO-ERDGAS genannt, wird aus organischen Lebensmittelrest- und Abfallstoffen sowie aus nachwachsenden Energiepflanzen, wie Mais oder Roggen, gewonnen. Es setzt somit nicht mehr Kohlendioxid frei als die Pflanzen während ihres Wachstums über die Fotosynthese aufgenommen haben.
Als Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge ist BIO-ERDGAS nutzbar - ob in Reinform oder als Beimischung. Seine Verwendung ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll:
- Durch den Einsatz von BIO-ERDGAS im Verkehrssektor können die gesamten Treibhausgasemissionen eines Fahrzeugs um bis zu 65 Prozent gesenkt werden. Zu diesem Schluss kommt eine Anfang 2006 veröffentlichte Studie des Wuppertal Instituts.
- Im Vergleich zu den flüssigen Biokraftstoffen der ersten Generation - insbesondere Biodiesel - werden die landwirtschaftlichen Flächen bei der Erzeugung von BIO-ERDGAS vergleichsweise besser ausgenutzt. Aus einem Hektar lässt sich mehr als viermal soviel gasförmiger Kraftstoff herstellen als bei der bisherigen Produktion von Biodiesel.
