Mikro-KWK-Anlagen
Mikro-KWK-Heizgeräte sind kleine Kraftwerke, die schwerpunktmäßig für den Platz- und Leistungsbedarf von Ein- und Zweifamilienhäusern konzipiert und für die Wärme- und Stromproduktion eingesetzt werden. Die kompakten Anlagen, welche gerade in den Markt eingeführt werden, sind speziell für Ein- und Zweifamilienhäuser geeignet. Sinnvoll ist der Einsatz der Geräte bei einem Wärmebedarf ab etwa 18.000 Kilowattstunden pro Jahr. Das ist in vielen Altbauten der Fall. Das bestehende Heizsystem lässt sich bei einer Modernisierung in der Regel nutzen, so dass Mikro-KWK-Anlagen für viele Hauseigentümer eine attraktive Option darstellen. Der gewonnene Strom wird entweder selbst verbraucht – wofür der jeweilige Netzbetreiber lt. KWKG einen Zuschlag zu entrichten hat – oder gegen eine Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Durch die neuen Mikro-KWK-Geräte wird die Angebotspalette an effizienten Erdgasheizungen größer. Die im Vergleich zur Brennwerttechnik preislich höher liegenden Anlagen bieten dank der Eigenproduktion von Strom jedoch die Möglichkeit, die Stromkosten zu senken und vom Mikro-KWK-Zuschuss auf jede erzeugte Kilowattstunde zu profitieren.
Eine elektrisch „echte Autarkie“, wie oft im Zusammenhang mit Mirko-KWK-Anlagen angenommen, wird mit diesen Geräten nicht erreicht. Einige Gerätehersteller geben an, dass es möglich ist, mit Mikro-KWK-Anlagen bis zu 70 Prozent des Eigenstrombedarfs einer Durchschnittsfamilie abzudecken.
Mikro-KWK – ISH 2011
Quelle: E.ON Ruhrgas
