Jetzt Modernisieren und Sparen
Gesetzliche Vorschriften, zu hoher Energieverbrauch, zu hohe Kosten: Es gibt gute Gründe, die alte Heizungsanlage so schnell wie möglich auf Vordermann zu bringen. Schließlich lassen sich attraktive Förderprogramme nutzen, wenn zum Beispiel ein alter Heizkessel durch ein modernes Erdgas-Brennwertgerät in Kombination mit Solarkollektoren ersetzt wird.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes gilt seit 1. Februar 2002 und wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 erneut novelliert. Neben den Regelungen zum Gebäudeenergieausweis schreibt sie für bereits bestehende Gebäude die Modernisierung von Erdgas- und Ölheizkesseln vor. Diese Regelung ist nicht nur umweltschonend sondern auch die wirksamste Maßnahme zur langfristigen Reduzierung der Heizkosten – so die ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltschonenden Energieverbrauch e.V.). Im Sanierungsfall kann der Eigentümer mit dem Einsatz moderner Heizsysteme im Vergleich zu anderen Energiesparmaßnahmen die kürzesten Amortisationszeiten erreichen. Orientiert an repräsentativen Erhebungen müssen durchschnittlich 40 Prozent der Wohnnebenkosten allein für Heizung und Warmwasserbereitung aufgewendet werden. Gerade deshalb sollte bei Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen die Anlagentechnik im Fokus stehen, rät die ASUE. Die Dämmung der Gebäudehülle leistet zwar ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Heizkosten, die größten Einsparpotenziale liegen in den meisten Fällen jedoch in der Erneuerung der Heizungsanlage. Vor diesem Hintergrund sollte der Austausch eines veralteten Heizkessels die erste Maßnahme bei der energetischen Gebäudesanierung sein. Der gute Wirkungsgrad und die hohe Umwelteffizienz moderner Heizsysteme verbessern die Wirtschaftlichkeit der Anlage und verringern in vielen Fällen deutlich die Kosten. Alte Heizsysteme arbeiten ineffizient mit schlechtem Wirkungsgrad, hohen Abstrahlverlusten und verursachen somit hohe Energiekosten und Emissionen.
Wer die Heizung modernisieren und Solarwärme nutzen möchte, muss bei der Planung einige Dinge beachten, damit die gewünschten Energieeinsparungen erzielt werden:
Was ist bei der Planung zu beachten?
Am vorteilhaftesten ist es, wenn das Dach eine Schräge nach Süden aufweist oder nur um etwa zehn Grad von der optimalen Südausrichtung abweicht. Hat dann das Dach noch eine Neigung von 40 bis 45 Grad, sind die besten Voraussetzungen gegeben, um Solarkollektoren zu installieren. In anderen Fällen bietet sich beispielsweise an, die Kollektoren aufgeständert auf das Flachdach einer Garage zu montieren oder bei günstigen Umständen als Vordach über dem Hauseingang oder der Terrasse anzubringen.
Allgemein ist bei der Installation auf die Statik der jeweiligen Bauelemente zu achten.
Zu vermeiden ist grundsätzlich, dass die Kollektoren verschattet werden. Fällt die Wahl auf das Hausdach, hat der Hauseigentümer die Wahl einer In- oder Aufdachmontage.
Viele Hauseigentümer setzen auf Solarwärme bei der Warmwasserbereitung, beispielweise durch Einsatz von Flachkollektoren auf dem Dach. (Quelle: Verbraucherinformation ERDGAS/Viessmann)
Kollektoren
Es gibt zwei Arten von Kollektoren: Vakuumröhren- und Flachkollektoren. Flachkollektoren sind preiswerter, haben aber einen niedrigeren Wirkungsgrad als Vakuumröhrenkollektoren. Für einen Vier-Personenhaushalt mit einem durchschnittlichen Warmwasserbedarf von 50 Litern pro Tag und Person reichen sechs Quadratmeter Flach- oder vier Quadratmeter Vakuumröhrenkollektoren aus. Sollte zusätzlich die Raumheizung mit Solarwärme unterstützt werden, vergrößert sich die Kollektorfläche gemäß den spezifischen Anforderungen des Gebäudes. Der Fachhandwerker ist Ansprechpartner, um den jeweiligen Bedarf an Solarkollektoren zu ermitteln.
Neben den Kollektoren ist auch die Installation des Solarkreislaufs bei der Planung zu beachten. Sind die Kollektoren auf dem Dach und der Speicher sowie die Zentralheizung, zum Beispiel ein Gas-Brennwertgerät, im Keller, muss der Solarkreislauf diese miteinander verbinden, damit die absorbierte Energie transportiert werden kann. Hier bietet sich die Installation in bestehenden Versorgungsschächten oder einem stillgelegten Kamin an. Da Solarwärmeanlagen in Deutschland nicht ausreichend wirtschaftliche Wärme liefern, um damit die komplette Heizung und Warmwasserbereitung zu übernehmen, ist ein zusätzlicher Energieträger, wie z. B. umweltschonendes Erdgas und Brennwerttechnik, notwendig.
Die Sparpotentiale und Vorteile sind vielfältig:
Geringe Baukosten
• Aufstellort im Dach
• Verzicht auf Schornstein
• Verzicht auf Unterkellerung
Niedrige Heizkosten
ERDGAS und die moderne Brennwerttechnik sorgen für optimale Energieausnutzung und niedrigen Verbrauch.
Einsatzmöglichkeiten
ERDGAS kann noch viel mehr als Heizen: Nutzen Sie ERDGAS zum Kochen, Braten, Backen, Wäsche waschen, Wäsche trocknen und Grillen.
Umweltschutz
ERDGAS ist als Brennstoff äußerst emissionsarm. Die besonders umweltschonende Kombination: Gas- Brennwerttechnik und Solarthermie.
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